Aufgabenbeschreibung GS

Aufgabenbeschreibung für Förderschullehrkräfte

Grundsätze

- Pädagogische Verantwortung für alle Kinder mit Schwierigkeiten, insbesondere für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf

- Arbeitet als Kooperationspartner/in im Team mit GS-Lehrkraft

Diagnostik 

- Lernanfängerbeobachtung

- diagnostische Eingangsphase

- Lernstandsdiagnose

Beratung 

- Eltern/Lehrkräfte/Schüler(innen)

- schulische Institutionen

- außerschulische Institutionen


Unterricht 

- gemeinsamer Unterricht, in den verschiedenen Kooperationsformen durchgeführt werden

- Dokumentation der zusätzlichen Maßnahmen

- Absprache/Einsatz spezieller Fördermaterialien

 

Fördergutachten 

- gemeinsame Erstellung des Fördergutachtens mit der Grundschullehrkraft

- Verantwortung für redaktionelle Zusammenstellung verfassen der Kapitel 4 – 6

 

Förderung

- Erstellung der Förderpläne in Zusammenarbeit mit den zuständigen GS-Lehrkräften

- Fördermaterialien auswählen u. zusammenstellen

- Innere/äußere Differenzierung

- Unterstützung beim Verfassen von Zeugnissen

- Unterstützung bei Förderplangesprächen

Aufgabenbeschreibung für Grundschullehrkräfte

Grundsätze

- pädagogische Verantwortung für alle Kinder

- bei festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsame Verantwortung

- arbeitet als Kooperationspartner/in im Team mit Förderschullehrkraft 


Diagnostik 

- Erhebung von Informationen im Unterricht (Lernstandsdiagnostik)

- diagnostische Eingangsphase (nach Absprache)

Beratung 

- einladen zu pädagogischen Runden

Unterricht 

- differenzierter Unterricht

- Berücksichtigung individueller Förderplanung

- Dokumentation der zusätzlichen Maßnahmen

- Absprache/Einsatz spezieller Fördermaterialien

Fördergutachten 

- gemeinsame Erstellung des Fördergutachtens mit der Förderschullehrkraft

- verfassen der Kapitel 1 – 3 und Kapitel 6

Förderung

- Erstellung der Förderpläne in Zusammenarbeit mit den zuständigen FöS-Lehrkräften

- Kontaktaufnahme mit Fachlehrkräften, Hort, Eltern, Tagesgruppen, Ärzte und Psychologen

- Dokumentation von Kontaktaufnahmen, Ergebnissen und Gesprächen 


Einsatz der Förderschullehrkräfte


- Bedarfsorientierte regelmäßige Teilnahme an insbesondere Teambesprechungen und ILE-Konferenzen, sowie Jahrgangskonferenzen, Fachkonferenzen, Dienstbesprechungen, Elternabenden, Klassenkonferenzen, etc..

- Inklusive Stunden stellen keine Vertretungsreserve für die Grundschulen dar. Die Förderschullehrkraft kann den zu vertretenden Unterricht in den Stunden und in den Klassen, in denen sie laut Plan gesteckt ist, in akuten Ausnahmefällen übernehmen.

- Die Förderschullehrkraft dokumentiert erteilten Unterricht und weitere Aufgaben in einem eigenen Kursbuch.


- Die Förderschullehrkraft meldet sich zunächst in der zugeordneten Grundschule krank und dann an ihrer Stammschule.


- Die, einer Grundschule zugeordnete Förderschullehrkraft sollte, insofern sie es wünscht, mit der maximal möglichen Stundenzahl dort eingesetzt werden.


- Die Verteilung der verfügbaren Förderschullehrerstunden erfolgen in Abstimmung zwischen den Lehrkräften und der Grundschulleitung. Stunden können gebündelt werden oder sich im  laufenden Schuljahr verändern, denn nur so kann auf die individuellen Förderbedürfnisse und Unterstützungsanfragen reagiert werden. Die Förderschullehrkraft entscheidet selbstständig in enger Absprache mit den Grundschullehrkräften über den Einsatz und die Schwerpunkte der Arbeit.


- Die Förderschullehrkraft hat an ihrer Grundschule ein Postfach und erhält alle wichtigen Informationen (gerne per Mail). Sie nutzt Räumlichkeiten, Materialien und Arbeitsgeräte gleichberechtigt.

- Die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen wird in Absprache mit der Förderschullehrkraft und den jeweiligen Schulleitungen gemeinsam geregelt. Bei Teilnahme an schulischen Veranstaltungen ist die Stundenzahl, mit der die Förderschullehrkraft an der jeweiligen Schule beschäftigt ist, angemessen zu berücksichtigen. In Projektwochen und Klassenfahrten wird in Absprache mit der Schulleitung der betroffenen Schulen (zweite Grundschule/ Förderschule) eine gesonderte Regelung vereinbart.

- Der Förderschullehrkraft steht an der Grundschule je nach räumlichen Möglichkeiten ein geeigneter Raum für Gespräche, Kleingruppen und Einzelförderung/Diagnostik zur Verfügung. Dazu gehört auch ein von der Förderschullehrkraft zu nutzender Materialschrank.


- Fördermaterialien und testdiagnostische Materialien werden in Absprache mit den Grundschullehrkräften und den zuständigen Schulleitungen über den Etat der 
Grundschule angeschafft. Die Leitungen der Grundschulen beantragen die Gelder für Inklusionsmaterialien. Die Förderschullehrkraft berät die Schulen bei der Anschaffung geeigneter Test- und Fördermaterialien.

- Spezielles sonderpädagogisches testdiagnostisches Material wird nach dem derzeitigen Stand zusätzlich von der Albrecht-Dürer-Schule zur Verfügung gestellt.

Aufsichtsregelung

Grundsätzlich gilt für die Förderschullehrkraft die Aufsichtsregelung der Schule, an der sie mit den meisten Stunden tätig ist. Allerdings stellen gerade die Pausen eine wichtige Möglichkeit zu Austausch und Gesprächen untereinander dar und sind daher für die Zusammenarbeit zwischen Förderschul- und Grundschullehrkraft unerlässlich.

Ferner sind Wegezeiten und weitere besondere Belastungen zu berücksichtigen. 

Konferenzen und Dienstbesprechungen

Förderschullehrkräfte sollen grundsätzlich an den Konferenzen und Dienstbesprechungen der Schule teilnehmen, in der sie mit der Mehrzahl ihrer Unterrichtsstunden tätig sind. Bei Aufteilung mit etwa gleichen Teilen erfolgt die Teilnahme an der Stammschule oder erfolgt im vierzehntägigen Wechsel. Bei relevanten Tagesordnungspunkten wird die Förderschullehrkraft gezielt eingeladen. Ausnahmen dieser Regelung sind in Absprache mit den Schulleitungen möglich. Die Teilnahme an Klassenkonferenzen ist durch das NschG § 36 Abs. 3 geregelt.