Ausbildungs(fördernde) Schule Albrecht-Dürer


Wichtigstes Ziel der Albrecht-Dürer-Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu selbständigen und selbstbewussten Mitbürgern zu erziehen und zu bilden, die durch eine sinngebende Berufstätigkeit ihr weiteres Leben erfolgreich gestalten können. Es geht also um lebenslange Inklusion.

Oberste Aufgabe unserer Schule ist es also, die Schülerinnen und Schüler zu befä-higen, sich während der Schulzeit für einen Beruf zu entscheiden und direkt nach der Schule eine Ausbildung zu beginnen.

Hierbei ist die besondere Lebenssituation unserer Schülerschaft, die häufig durch ein berufs- und arbeitsfernes soziales Umfeld gekennzeichnet ist, bei allen Aktivitäten mitzudenken.

 

1. Folgende Vorraussetzungen sind dafür zu schaffen

- Erwerbstätigkeit als lohnendes persönliches Lebensziel erkennen

- Ein Hauptschulabschluss mit möglichst befriedigenden Leistungen

- Ein mindestens den Erwartungen entsprechendes Arbeitsverhalten, das sich insbesondere durch Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer auszeichnet

- Ein mindestens den Erwartungen entsprechendes Sozialverhalten, das sich insbesondere durch Teamfähigkeit, Höflichkeit und das Einhalten von Regeln auszeichnet

- Ausreichende Kenntnis von Ausbildungsberufen in Abhängigkeit von den persönlichen Fähigkeiten

- Umfangreiche persönliche Kompetenzen für das Bewerbungsverfahren 


2. Was macht die Schule, um diese Voraussetzungen zu schaffen?

- Organisation von Selbstwirksamkeitserfahrungen im Schulalltag als Grundlage für Entwicklung von Anstrengungsbereitschaft und Gewissenhaftigkeit

- Es wird ein fördernder und fordernder Unterricht angeboten, der gezielt auf die Hauptschulabschlussprüfungen vorbereitet und am wöchentlichen Praxistag theoretischen und praktischen Unterricht verbindet.

- Es wird ein zunehmend selbständigeres Arbeiten in der Schule und bei den notwendigen häuslichen Arbeiten angebahnt. Hierzu werden spezielle Arbeiten-und-Üben-Stunden (Hausaufgabenunterricht) angeboten.

- Die Lernzeit wird teilweise in die frühe Nachmittagszeit verlängert, um auf die zeitliche Belastung in der Ausbildung und an der Berufsschule vorzubereiten.

- Vielfältige Angebote zur Steigerung der Sozialkompetenz wie Teamfähigkeit, Konfliktlösungen und Verhalten durch außerschulische Unterstützer. Durch die selbstverantwortliche Arbeit in Schülerfirmen sammeln die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen in konkreten Berufssituationen und lernen die Strukturen von Betrieben kennen (Führen des Pausenkiosks  7. Klasse, Tätigkeiten im Produktionsbetrieb „dürer-office-bedarf „  9. und 10. Klasse)

- Durchführung einer externen Potentialanalyse zur ersten Feststellung von berufsspezifischen Fähigkeiten und Einstellungen mit anschließender 2-wöchi-ger Werkstattphase (8. Klasse). Teilnahme an weiteren berufsspezifischen Testverfahren (Berufsparcour, Findus, Arbeitsagentur) im 9. und 10. Jahrgang

- Heranführung an berufstypische Tätigkeiten und Qualitätsanforderungen am wöchentlichen Praxistag im 9. und 10. Jahrgang

- Berufserfahrungen in zwei Praktika (9. und 10. Klasse) und am Praxistag (10.Klasse)

- Umfangreiche Kooperation mit zwei Berufsschulen zur Förderung der Berufswahlentscheidung und zur Steigerung der Berufsschulreife, durch Anhebung der Lern- und Entwicklungszeit auf zweimaliges Durchlaufen der 10. Klasse mit zweitägigem theoretischen und praktischen Unterricht wöchentlich für jeweils ein halbes Jahr in vier verschiedenen Berufsfeldern. 

- Training des gesamten Bewerbungsverfahrens mit außerschulischen Partnern in Realsituationen (Produktionsfirma „dürer-office-Bedarf“ 9. und 10. Klasse) 

- Bereitstellung von Praktikumsplätzen (Langzeit-, Kurzzeit-, Ausbildungspraktika mit dem Ziel des anschließenden Beginns einer Ausbildung durch Kooperation (Lernallianzen)  mit der Continental AG, der Region Hannover, der Stadt Hannover, Pro Beruf (Gastronomie) und weiteren Firmen 

- Regelmäßige Beratung und Unterstützung bei der Berufswahl und Ausbil-dungsplatzfindung durch einen Ausbildungslotsen und Seniorexperten aus Industrie- und Handwerk 

- Intensive Beratung und Unterstützung durch die Arbeitsagentur bis hin zu Finanzierungshilfen für das erste Ausbildungsjahr 

- Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern bei weitergehendem Unterstützungsbedarf durch den Schulsozialarbeiter.

All diese Maßnahmen werden in einem Ausbildungsbegleitordner bewertet und dokumentiert. Dieser Ordner wird bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz mit den Bewerbungsunterlagen vorgelegt 

3. Was machen die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern, um diese Voraussetzungen zu schaffen?

- Die Schülerinnen und Schüler kommen regelmäßig und pünktlich zum Unterricht. Die Eltern stellen sicher, dass Fehlzeiten nur bei Krankheiten auftreten und sofort entschuldigt werden. 

- Die Schülerinnen und Schüler folgen den pädagogischen Anweisungen der Lehrkräfte und arbeiten intensiv für ihren Lernerfolg. Die Eltern stellen sicher, dass notwendige Arbeitsmaterialien vorhanden sind und Hausaufgaben immer gemacht werden. 

- Die Schülerinnen und Schüler erfüllen die o.a. Handlungen auch an außerschulischen Lernorten (z.B. Werkstätten und Betrieben). Die Eltern stellen sicher, dass außerschulische Lernorte aufgesucht werden. 

- Mögliche oder auftretende Schwierigkeiten werden von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern sofort mit den Lehrkräften besprochen, um eine unmittelbare Lösung zu finden.

- Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern nehmen grundsätzlich an Beratungsgesprächen mit Lehrkräften, Berufsberatern, dem Schul-sozialarbeiter und von der Schule gestellten persönlichen Beratern teil. 

- Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich zunehmend mit der Frage eines möglichen Ausbildungsberufes nach der Schule. Sie nehmen aktiv an von der Schule vermittelten Informationsveranstaltungen teil. Die Eltern beteiligen sich aktiv am Berufswahlprozess ihres Kindes. 


4. Was macht die Schule, um die Schülerinnen und Schüler zu fördern, die diese Ziele nicht im ersten Anlauf schaffen?

Soweit wie möglich versucht die Schule alle Maßnahmen durchzuführen, die oben genannt werden. 

- Sollte ein Hauptschulabschluss an unserer Schule durch einen verlängerten Schulbesuch erreichbar erscheinen, so wird dieser grundsätzlich ermöglicht. 

- Für Schülerinnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss an der Berufsschule anstreben, wird durch die o.a. Maßnahmen die Berufsschulreife und damit die Erfolgsaussicht erhöht. 

- Für Schülerinnen und Schüler, die eine längerfristige außerschulische Förderung und/oder spezifische Arbeitsumfelder benötigen, werden entsprechende Förderungen in Zusammenarbeit mit anderen Förderzentren und der Arbeitsagentur gesucht und ggfs. durch Letztere finanziert.